Die Welt der Straßenkinder

Tagsüber streifen ungefähr 3000 Kinder in der Stadt herum, einige 100 davon sind Mädchen. Von diesen Kindern leben und schlafen etwa 500 immer auf der Straße. 90% von ihnen kommen vom Land, 10% aus der Stadt Kisumu. Viele von ihnen betteln, machen einfache Arbeiten, indem sie sich am Markt als Träger anbieten oder Autobusse kehren, Abfälle sammeln und fischen. Sie werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. Das verdiente Geld verwenden sie für Nahrung, Kleidung und Drogen. Sie leben in Gruppen, spielen miteinander und schmieden zusammen Pläne.

  • Sie sind von zu Hause weggelaufen, weil sie dort nicht glücklich waren. Die Mutter starb an Aids, den Vater haben sie meist nicht gekannt – die Geschichten gleichen sich alle.
  • Sie kommen in die Stadt auf der Suche nach einem besseren Leben, aber auch aus der uns allen innewohnenden Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe
  • Ihre Nahrung ist schlecht, unregelmäßig und unzureichend
  • Sie schlafen über den Abluftschächten von Hotels und Bäckereien
  • Sie verkaufen ihre kindlichen Körper, weil sie Hunger haben
  • Sie schnüffeln Leim, weil sie das Hungergefühl verdrängen wollen und werden süchtig
  • Sie rotten sich zusammen und werden kriminell
  • Sie leben in einer Welt von Gewalt
  • Sie sind ein Teil einer verlorenen Gesellschaft, ein Schandfleck – aber auch sie sind Gottes Ebenbild!